Spielverein St. Tönis
Jahrgang 2008

Testspiel gegen die F1 von Thomasstadt Kempen, 19.06.2018

Vor einigen Wochen erhielten wir eine interessante Testspielanfrage. Über Olaf Richter, den Trainer der E3 von Thomasstadt Kempen, gegen die wir öfter und auch zweimal in der abgelaufenen Saison gespielt haben, stellte den Kontakt zu deren F1 Trainer her. Dieser gab an, über eine 2009er Mannschaft zu verfügen, die hier im Umkreis konkurrenzlos wären und deshalb, da sie jetzt auch in die E-Jugend nach den Ferien kommen,  einmal gegen eine gute Altjahrgangsmannschaft testen wollen, um zu sehen, in was für eine Staffel sie sich denn stecken lassen können. 

Gesagt, getan. Also wurde am heutigen Dienstag zur Trainingszeit eben dieses Testspiel vereinbart. Die Trikots von Piet (Nummer 18), Finn (Nummer 14) und Paul (Nummer 23) wurden rechtzeitig fertig, sodass sie nun auch zum Einsatz kommen konnten. 

Heute wollten wir in der Abwehrkette mal ein wenig neues ausprobieren: In der Dreierkette soll der zentrale Mann, anders als noch zuvor, das Spiel mehr und mehr offensiv durchs Zentrum ankurbeln. Bedeutet für die Außenverteidiger, wenn der zentrale Mann mitgeht, sie etwas ins Zentrum einrücken und absichern. Des Weiteren sollen natürlich auch die Außenverteidiger offensiv agieren wie zuvor, was dann natürlich eine gute Absprache zwischen den drei Defensiven als Grundvoraussetzung dafür ist. Dies im Vorfeld angesprochen und eben auf die Qualität von Kempen angesprochen starteten wir mit:

Maxi - Finn, Sebastian, Piet - Florian S., Marvin, Valmir

Wim war als Ersatztorwart draußen und kam zur Pause. Hinzu kamen Moise, Paul und Julian. 

Und die Aussage der Kempener war keineswegs überheblich oder von sich selbst überzeugt, sondern in der Tat zutreffend. Es entwickelte sich ein ausgegliches Spiel auf Augenhöhe. Bei uns war leider das Zweikampfverhalten nicht so energisch und entschlossen, wie es beispielsweise am Sonntag noch der Fall gewesen ist. Zu pomadig ging man in die Bälle und ließ sich teils von den jüngeren, denen man den Altersunterschied körperlich aber nicht anmerkte, doch das ein oder andere Mal den Schneid abkaufen. Hinzu kamen auch einige Ungenauigkeiten im Passspiel. So kam es, dass Kempen in der neunten Minute nach einer Ecke, als ein Angreifer von Thomasstadt den Ball schön mit der Innenseite hoch ins lange Eck heben konnte, in Führung gehen konnte.

Die Intensität unseres Auftrittes erhöhte sich danach marginal, aber immerhin wurde es, auch nach der Hereinnahme von Moise, zweikampftechnisch etwas besser. Wir konnte in der 15. Minute nach einem schön vorgetragenen Angriff über Florian S., der links auf Valmir spielte, dieser dann nochmal in die Mitte auf Endabnehmer Marvin legte, den Ausgleich erzielen. Schöner Angriff! 
Nach Flanke des eingewechselten Julian konnte Moise "irgendwie komisch" die Führung erzielen. Vielleicht war es auch ein Eigentor eines Kempeners, das war nicht zweifelsfrei von Außen zu deuten. Moise meinte er wäre es, glauben wir das mal. 

Spätestens mit dem Halbzeitpfiff hat man gesehen: Ja, auch jüngere können gegen ältere gut mithalten. Auf einige Mängel in der Halbzeit hingeweisen, ging es nach der Halbzeit weiter mit:

Wim - Florian S., Marvin, Valmir - Julian, Paul, Moise

Noch gedanklich beim Pausentee hatten die Gäste die erste Aktion im zweiten Durchgang, wo Wim im Tor, nachdem Maxi ihn in der Halbzeit warm gemacht hat, gut zur Stelle war. Dieser konnte dann aber zwei Minuten später den Ausgleich nicht verhindern. 

Ab da wurde unser Auftritt dann auch besser. Wir waren mehr in den Zweikämpfen, in denen Kempen nicht zurücksteckte, sondern auch energisch und körperbetont (nicht unfair, auch wenn es 2 - 3 Aktionen gab, die man sicher hätte pfeifen können/müssen) dagegen hielt und auch fußballerisch haben wir etwas mehr auf den Platz bringen können. Ein guter Angriff über Sebastian nach zwölf gespielten Minuten in Halbzeit zwei mit Abschluss aus der Distanz wurde leider nicht von Erfolg gekrönt. Die erneute Führung für uns erzielte nach insgesamt 40 Minuten Valmir zum 3:2 nach scharfer Hereingabe von rechts durch Sebastian. Die Chance aufs 4:2 war da, als Florian S., ähnlich wie am Sonntag, gut Druck auf den Verteidiger der Kempener ausüben konnte, rüberspielte zu Valmir, dessen Abschluss mit rechts aber am kurzen Pfosten vorbei ging. So kams, wie es kommen musste: In der Nachspielzeit erzielte Kempen aus spitzem Winkel (der Ball war wahrscheinlich auch schon im Toraus) den Ausgleich zum 3:3. Direkt danach ertönte der Schlusspfiff. 

Die Ankündigung, eine gute Mannschaft zu sein, war nicht überzogen. Kempen spielte wirklich gut und zeigte, dass auch jüngere gegen ältere gut dagegen halten können. Aber gut, das haben wir zuletzt Sonntag auch gegen Marathon, Teutonia und Schaag gezeigt und auch in der abgelaufenen Saison zudem gegen einige Altjahrgangsteams ebenso. Es war ein guter Test, der gegebenenfalls auch gerne nochmal wiederholt werden kann. 

Anbei noch einige nette Fotos unser jeweiligen Ersatzkeeper: