Spielverein St. Tönis
Jahrgang 2008

1. Spieltag 2017-2018: Heimspiel gegen Niersia Neersen E1

Der erste Spieltag in unserer E-Jugendsaison stand heute auf dem Programm. 

Als es zum Spiel um 10:00 Uhr bei der D1 schüttete wie aus Eimern, befürchtete man heute eine Wasserschlacht. Aber im Laufe des Vormittags wurde das Wetter besser, sodass man bei trockenem Wetter und an für sich guten Bedingungen spielen konnten. 

Da wir uns zu Saisonbeginn dazu entschieden haben, zu den Spielen nur noch 10 Leute mitzunehmen, pausierten heute Finn-Louis, Wim, Tyler und Elias B., von denen Wim in der E3 aushelfen konnte. Vielen Dank dafür, ein 7:7 klingt zumindest nach einem interessanten Spiel.
Die Spielzeit war auch für alle Jungs höher, als wenn wir mit sechs Auswechselspielern an der Linie stehen. Zudem haben wir auch sechs Ligaspiele mehr als in der F1-Saison, also die Spielzeit erhöht sich im Endeffekt sogar trotz Aushelfen für alle Jungs.

Genug der Rechtfertigung, ab zum aktuellen Geschehen. 

Das Spiel wurde kurzfristig von 11:30 Uhr auf 13:00 Uhr nach hinten verlegt, da der Gästetrainer an einem in unserem Vereinsheim stattfindenen Schiedsrichterlehrgang teilgenommen hat. 

Den Jungs wurde im Vorfeld gesagt, dass die Jungs aus Neersen allesamt ein Jahr älter waren und auch laut Auskunft anderer bekannter Trainer nicht die allerschlechtesten wären. Vermutet mit der JSG Niederkrüchten E1 einer der stärksten Gegner in dieser Staffel. Ob es wirklich so sein wird, wird sich zeigen. 

Wir starteten jedenfalls wie folgt in die Partie:

Maxi - Florian G., Ali, Luis - Sebastian, Marvin, Valmir

Eine Sache hätten wir uns als Trainer in der Nachbetrachtung sparen können. Nämlich die Mitteilung, dass die Gastemannschaft ein Jahr älter ist. Dementsprechend ja schon ängstlich und passiv agierte man zu Beginn. Nach zwei Minuten fiel das 0:1. Eine Minute später im direkten Gegenangriff war die Chance zum 1:1 da, Marvins Schuss von der rechten Seite ging aber am langen Pfosten vorbei. 

Nach 10 Minuten stand es dann bereits 0:3. Die Zuordnung stimmte in der Phase des Spiels wenig bis gar nicht. Das zweite Gegentor fiel nach einer klaren Überzahlsituation des Gegners, das dritte war ein Distanzschuss, wo der  Gegner nicht am Schuss gehindert wurde.

Im Laufe der Partie wurde dann der Zugriff besser und wir fanden step by step besser in die Partie. Leider fiel dann nach einem Stockfehler in der Abwehr das 0:4 und direkt darauf, auch in einer eins gegen drei Unterzahlsituation das 0:5.
Ärgerlich, da Neersen uns jetzt nicht an die Wand gespielt hat, sondern auch, weil wir nicht präsent genug waren und die Ordnung in der Defensive nicht da war.

Nach einer Einzelsituation durch Valmir fiel dann fünf  Minuten vor der Pause das 1:5. Und ab da waren wir dann auf einmal komplett in der Partie. Neersen kam die letzten fünf Minuten gar nicht mehr konstruktiv über die Mittellinie und die Chancen für uns waren auf einmal da. Zweimal hatte Marvin die dicke Chance, einmal wartete er zulange, sodass ein Verteidiger noch blocken konnte, einmal war der Schlussmann der Neersener zur Stelle. Zur Pause schoss Florian G. aus guter Position noch einmal von links kommend links am Tor der Gäste vorbei.  
Also es hätte zur Pause auch 3:5 durchaus stehen können. So ging es aber doch mit einem großen Handycap in die Pause. 

Auch mal nach einer deutlichen Ansprache, keine Angst vor älteren zu haben (fußballerisch waren sie wie erwähnt nicht besser, halt nur älter, aber so what?) ging es dann in Halbzeit zwei in folgender Formation:

Maxi- Elias I., Sebastian, Marvin - Florian G., Moise, Valmir

Basti sollte aus der Zentrale immer wieder ankurbeln, aber auch seinen Mann nicht aus den Augen lassen. Ist ein paar mal vorgekommen in der Partie, gut, passiert.  Aber des Öfteren waren auch die Abwehr um den heute sehr stark spielenden Elias I. zur Stelle und auch unser Schlussmann Maxi natürlich. 

Und nach der Pause war das Spiel dann auch komplett ausgeglichen, teilweise sogar vielleicht mit einem optischen Übergewicht für uns, da wir auch mehr versucht haben Fußball zu spielen. Neersen z. B. umging die Regel mit dem ab der E-Jugend stattfindenen Bodenabstoß der Torhüter, indem er seinen Innenverteidiger anspielte, dieser ließ klatschen und der Torwart nahm den Ball in die Hand und schlug ihn lang nach vorne. Regeltechnisch absolut okay, zukunftorientiert ist das jedoch nicht. Die Truppe geht nächste Saison in die D-Jugend, da ist Schluss mit dem Rückpass auf den Keeper. Aber seis drum. 

Vier Minuten nach Wiederanpfiff traf Sebastian leider nur die Latte, aber eine Minute später war Valmir zur Stelle, als der Schlussmann der Neersener den Ball nicht hat festhalten können und Valmir gut und entschlossen nachsetzte und den Abpraller verwertete.
Aber auch Neersen hatte weiter ihre Aktionen. Nach einem Lattenschuss nach Freistoß folgte zwei Minuten später das 2:6. Eine Minute später direkt verkürzte Sebastian mit einem schönen Distanzschuss ins lange Eck auf 3:6.

Wir wollten ab da wohl zu viel, da wir nach einer eigenen Ecke in einen unmittelbaren Konter liefen, wo keiner mehr hinten war, der Neersener Angreifer Maxi gekonnt umkurvte und erneut auf 3:7 erhöhte. Nach Freistoßflanke der Gäste konnte deren Angreifer auf 3:8 erhöhen, ehe erneut Valmir, als dieser über rechts kommend Druck auf die Abwehr ausübte, diese einen Fehler produzierte und der Ball über den Innepfosten zum 4:8 Endstand ins Tor ging.


Am Ende war es die erste Viertelstunde, die wir komplett verpennt haben. 0:5 hintenliegen brauchte man gegen diese Truppe nun wirklich nicht. Wenn man z. B. nur mal die zweite Hälfte als eigenes Spiel nimmt, dann ging diese 3:3 aus. Hätten wir die nicht verpennt, wäre es zumindest auf dem Papier her deutlich enger gewesen. Im Laufe der Partie haben einige aber erkannt, dass man jetzt auch mal als Jungjahrgang etwas mehr investieren muss in die Spiele, als es vielleicht noch in der Liga oder in den Sommerturnieren beim Tag des  Jugendfußballs oder in Niederkrüchten z. B. nötig war. 

Nächste Woche gibt es direkt eine englische Woche. Mittwoch geht es zur Trainingszeit gegen die E3 von Thomasstadt Kempen (o. W.) und am Samstag nach Schaag. Es geht also direkt im Galopp weiter.