Spielverein St. Tönis
Jahrgang 2008

Internationaler U9 Cup, Silberrunde 14.05.2017

Nur knapp 18 Stunden nach der Vorrunde des internationalen U9-Cups in Kempen ging es für unsere Jungs schon wieder weiter. Durch den 2:1 Sieg gegen Grefrath konnten wir uns für die Silberrunde qualifizieren. In unserer Gruppe trafen wir auf größtenteils bekannte Namen. Neben Union Nettetal war noch der gastgebende VfL Tönisberg sowie mit dem SC Viktoria Köln ein wirklich namhafter Gegner in unserer Gruppe.

Zunächst jedoch ging es für fünf Familien unserer Truppe noch einmal nach St. Hubert. Dorhin mussten nämlich die Gastkinder von RB Leipzig gebracht werden, die nach einer 2:1 Niederlage gegen den PSV Eindhoven, gegen die wir am Vortag auch nur knapp mit 0:2 unterlagen, sich für die Goldrunde qualifiziert haben. Und tatsächlich sind beim Abschied der Leipziger Spieler bei einigen unserer Jungs auch schon nach so kurzer Zeit dicke Tränen zum Abschied geflossen. Auch der hiesige Cheftrainer schloss sich an und fuhr zur Verabschiedung ebenfalls noch einmal nach St. Hubert, da er ja auch durch die Einladung der Eltern von Florian S: auch zu zwei Jungs etwas Kontakt aufbauen konnte. Diese fielen mir zur Verabschiedung auch nach so kurzer Zeit direkt in die Arme. Ich werde sie tatsächlich vermissen, machts gut Hannes und Julian und bleibt so, wie ihr seid!

Nun aber zurück zum Sportlichen unserer Truppe. Heute fehlte lediglich Marvin, ansonsten waren alle Jungs an Bord.

Wir begannen im ersten Spiel gegen den SC Union Nettetal mit:  

Maxi - Florian S., Ali, Elias - Florian G., Moise, Valmir

Und gegen die lokalen Gegner aus dem Umkreis erkannte man wieder das gewohnte Bild: Der Spielverein war Herr im Hause. In der dritten Minute konnte Valmir, über links kommend, den Ball im kurzen Eck unter der Latte versenken. Schöner Strahl! Moise war es eine Minute später, der den Ball von der rechten Seite im langen Eck der Unioner versenken konnte. Dem Spielverlauf komplett gerecht geworden, schon nach vier Minuten. Weitere gute Chancen, eine von Moise nach Freistoß mit links und eine, als Luis der Ball über den Spann rutschte, bleiben leider ungenutzt. Aber auch ohne die Chancen genutzt zu haben, gewann man am Ende völlig souverän und verdient mit 2:0. Unser Keeper Maxi hatte glaube ich nur einen einzigen Ballkontakt, als dieser einen Rückpass wieder direkt auf den rechten Flügel spielte. 

Im zweiten Spiel ging es dann nach einer knapp einstündigen Pause gegen den SC Viktoria Köln. Hier wurde wieder ein Wimpel durch unserern heutigen Kapitän Ali übergeben, leider hat Viktoria ihren vergessen. Als Gladbacher sage ich nur: Kölner eben... 

Wir gingen ins Match mit:

Maxi - Elias, Ali, Luis - Florian G., Moise, Sebastian

Hier entwickelte sich ein intensives Match mit Oberwasser für die Viktoria. Nach vier Minuten ging Köln mit 1:0 in Front. Der Spielverein hatte wenige, dafür aber dicke Chancen. Ein Konter durch Florian S., wo dieser frei durch war, konnte Köln nur mit einem aus Trainersicht klarem Foul unterbingen. Doch der Schiedsrichter ließ weiterspielen und pfiff dann doch ab und entschied auf Hochball, als dieser erkannte, dass sich Florian doch etwas getan hat. Den Freistoß aus guter Position hätte man gerne noch mitnehmen und geben können. Nun seis drum.
Zwei Minuten vor Toreschluss war es nach starker Balleroberung auf einmal Sebastian, der gegen hochstehende Kölner auf einmal auf Höhe der Mittellinie schon frei durch war und alleine auf den Kölner Schlussmann zulief. Der Weg zum Tor war lang und deshalb schossen Sebastian da wohl zig Gedanken durch den Kopf. Angefangen von vermutlich "Schiebe ich, lupfe ich oder knall ich" bis hin zu "Hm, habe ich meine Mathehausaufgaben eigentlich gemacht?". Und so scheiterte er leder am Schnapper des SC Viktoria, der diese Szene natürlich auch gut entschärft hat. Das wärs gewesen. So fingen wir uns im Gegenzug den dirketen Konter zum 0:2 und quasi mit dem Schlusspfiff, als das Spiel schon durch war, klingelte es noch einmal in unserem Kasten. Ein 0:3, wo das Ergebnis dann durch etwas zu hoch ausfiel.

Im Anschluss an diese Partie ging es dann zum Mittagessen, wo es Reis mit Geschnelzeltem gab. Einige Kinder aßen hier nur trocken Reis ohne Soße und allem. Vermutlich mit schönen Grüßen an unseren in China verweilenden Justin. 
Danach musste sich leider Neu-Co-Trainer Uli für heute verabschieden. 


Im Anschluss daran ging es gegen den Gastgeber VfL Tönisberg, der zusätzlich mit Spielern des Jahrgangs 2007 aufgespickt wurde. Das Spiel wurde wie folgt begonnen:

Maxi - Florian G., Tyler, Finn-Louis - Moise, Wim, Valmir

Das Spiel war eins auf Augenhöhe. Mehr wäre vielleicht drin gewesen, wenn hier auch mal wieder die komplette Breite des Feldes genutzt worden wäre, denn teils war das Spiel wieder zu "geknubbelt" und es wurde nicht breit genug gespielt. 
Vier Minuten vor Ende, sprich in der 11. Spielminute konnte der Gastgeber dann mit 1:0 in Führung gehen. Aber der SV machte weiter Druck und kreierte Torchancen und Standards, wie z. B. eine Ecke. Eine davon wurde zwei Minuten vor dem Ende von rechts von dem eingewechselten Florian S. hinein gebracht auf den wirklich komplett blank stehenden Sebastian, der zum Kopfball ging und unbedrängt zum 1:1 Endstand einnicken konnte.

Somit waren wir, die Niederlage gegen die SG Egelsbach von gestern mit einberechnet, auf dem vierten Gruppenplatz und trafen im Spiel um Platz 13 der Silbergruppe auf Hammarby IF aus Schweden. Dies ist auch ein namhafter Gegner, spielt ihre Mannschaft immerhin erste Liga in Schweden. Gegen den schwedischen Meister des Jahres 2001 begannen wir mit folgender Formation:

Maxi - Elias, Tyler, Sebastian - Florian G., Moise, Luis

Auch hier wurde im Vorfeld ein Wimpel übergeben und tatsächlich bekamen wir ein schönes großes Teil von dcn Schweden zurück. Dieser wird, neben den Wimpeln von Slovan Liberec und den der Stuttgarter Kickers und dem gemeinsamen Mannschaftsfoto mit RB Leipzig in unserem Vereinsheim aufgehangen werden. 

Das Spiel gestaltete sich aus komplett ausgeglichen. Sebastian musste hier früh aufgrund einer blutenden Lippe raus. Dieser wurde dann durch Finn-Louis ersetzt, der im Laufe der Partie ins Sturmzentrum beordert wurde. Sebastian kam Mitte des Spiels wieder in die Partie und packte dann einen Iniesta-Gedächtnispass auf den ebenfalls eingewechselten Florian S. aus. Dieser startete auf rechts durch und schloss gekonnt zum 1:0 für den Spielverein ab. Weitere dicke Chancen boten sich auf beiden Seiten. Einmal umkurve Sebastian schon den schwedischen Schlussmann, wo aber noch ein Abwehrspieler retten konnte. Auf der anderen Seite war auch bei uns sowohl das Glück und auch Maxi auf unserer Seite, weswegen wir am Ende den schwedischen Erstligisten mit 1:0 schlagen konnten. 


Fazit:

Am Ende stand bei einem solchen Turnier wirklich nicht der Erfolg, sondern wahrlich das Erlebnis, einmal gegen solch Hochkaräter zu spielen und einmal zu sehen, wie sich Spieler von Profivereinen in dem Alter verhalten. So ein Erlebnis und diese Erfahrung nimmt einen keiner mehr! Am Ende kann man wirklich sagen, dass dieses zugegeben lange Wochenende ein wahrer Erfolg war. Mit den Jungs aus Leipzig gab es in keiner der Gastfamilien auch nur ansatzweise Probleme, zu nett und gut erzogen schienen sie alle und auch sportlich hat man gegen alle Kaliber diesen Wochenendes alles rausgehauen, was in unserer Macht stand. Am Ende waren unsere gestrigen Gruppengegner Stuttgarter Kickers und der PSV Eindhoven vierter und fünfter im gesamten Turnier, noch vor Teams wie AC Mailand, Juventus Turin, Borussia Dortmund, Manchester City usw.
Und wenn man dann im Nachhinein sieht, dass man eben gegen dieses PSV Eindhoven am Ende nur mit 0:2 verliert, ist diese knappe Niederlage am Ende noch mal umso höher zu bewerten als eigentlich gestern ohnehin schon. 

Turniersieger wurde übrigens Inter Mailand nach einem 4:2 Sieg im Finale der Champions-Runde gegen den VfL Bochum.
"Unsere" Leipziger unterlagen im Finale des Goldcups am Ende mit 1:2 gegen den FSV Mainz 05. 

Wir selbst landeten in der Silbergruppe auf Rang 13. Dies würde rein theoretisch Platz 51 von insgesamt 72 Mannschaften bedeuten. Das aber nur am Rande, denn hier standen wie erwähnt wirklich andere Dinge im Vordergrund als irgendeine Platzierung.

Ich kann nur jedem empfehlen, so ein Event einmal mitzumachen, wenn sich auch nur ansatzweise die Option dazu ergeben sollte. Ein überragendes und unvergessliches Wochende!